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Günstig umschulden: Autokredit richtig ablösen

Das niedrige Zinsniveau macht Autokredite günstig wie nie. Die Gunst der Stunde können Verbraucher nicht nur bei neuen Vorhaben nutzen. Oft lassen sich hunderte Euro und mehr sparen, wenn ein bestehender Kredit abgelöst und durch einen neuen ersetzt wird.

Die Verbraucherkreditrichtlinie1 sieht ein jederzeitiges Kündigungsrecht für Kreditnehmer vor. Zudem begrenzt sie die Vorfälligkeitsentschädigung auf 1,0 % des Ablösebetrages. Läuft der Kredit in den nächsten zwölf Monaten aus, dürfen Banken maximal 0,50 % in Rechnung stellen.

Diese Prozentsätze verstehen sich als Obergrenze. Auch wenn Banken sie gerne als „gesetzliche Vorfälligkeitsentschädigung“ bezeichnen, können Kreditinstitute vollständig auf Kündigungskosten verzichten.

600 Euro Ersparnis schon bei Kleinwagen möglich

Dass sich die Ersparnis lohnt, zeigt ein einfaches Fallbeispiel: Beträgt der Restsaldo eines laufenden Autokredits 10.000 Euro und wurden für den Kredit ein Sollzinssatz von 10,50 % vereinbart, fallen bis zum Ende der Laufzeit in drei Jahren noch Zinskosten in Höhe von 1620 Euro an.

Wird der Kredit in ein Darlehen mit 6,0 % Zinsen umgetauscht, reduziert sich die Zinslast auf 925 Euro. Der Ersparnis in Höhe von 695 Euro steht eine Vorfälligkeitsentschädigung in Höhe von 100 Euro gegenüber (1,0 % von 10.000 Euro). Die Gesamtersparnis erreicht trotz der Entschädigung noch fast 6 % des Nettokreditbetrages.

Altkredit Umschuldung
Restsaldo (Kreditsumme) 10.000 € 10.000 €
Restlaufzeit (Laufzeit) 36 Monate 36 Monate
Sollzins 10,50 % 6,0 %
Zinslast 1.620 € 925 €
Vorfälligkeitsentschädigung 100 €
Gesamtersparnis 595 €

Die Zinsdifferenz von 5,5 % ist keinesfalls utopisch. Durch das gesunkene Zinsniveau, die größere Akzeptanz von Online-Krediten sowie die intensivierte Wettbewerbssituation ist eine Ersparnis in dieser Größenordnung für die Mehrheit der Bestandskredite realistisch.